Im Laufe meines zweimonatigen Praktikums im Botanischen Garten Leipzig, hatte ich die Möglichkeit, in allen Teilbereichen (die im verkleinerten Lageplan zu sehen sind) zu arbeiten. Dazu gehören:

grundriss

Der Neubau der Gewächshausanlagen wurde in zwei Bauabschnitte geteilt:
`98 und `99 entstanden 3 Warmhäuser, 1 Kalt- und 1 Sukkulentenhaus. Alle Pflanzen der alten Häuser wurden in die Außenstelle nach Liebert-Wolkwitz verlegt, dort weiterkultiviert und in die neuen Schauhäuser nach deren Vollendung wiedereingebracht.

Da Bauabschnitt 2 mittlerweile abgeschlossen ist, entspricht dieser Grundriss des Botanischen Gartens nicht mehr dem aktuellsten Stand. Die alten Schaugewächshäuser wurden 2004 abgerissen und neu gebaut, die Büroeinrichtungen und neue Anzuchtgewächshäuser sind seit 2005 fertiggestellt. Auch die durch die Baumaßnahmen in Mitleidenschaft gezogenen Freianlagen wurden wieder hergestellt.

Einen großen Teil meines Praktikums verbrachte ich im warm-feuchten Klima der Tropenhäuser. Dort gestalteten sich die Aufgaben am vielfältigsten: Vermehrung der Tropischen Pflanzen durch Stecklinge und Samen, Verschneiden vieler Arten, Pflanzarbeiten, Aufbinden von Epiphyten, häufiges Wässern von Orchideen, Insectivoren und anderen Gewächsen, Ausbringen von Schmetterlingspuppen und Besucherinformation.

Auch durften wir Praktikanten die Ausschilderung der Pflanzen übernehmen. Nachdem wir die botanischen Steckschilder entgratet und zusammengeschraubt hatten, wurden diese anhand von Pflanzplänen an die passenden Plätze verteilt.

Entgraten... ... Zusammenbauen... ... und aufstellen.

Nach fünf Wochen in den Gewächshäusern, verbrachte ich den Rest des Praktikums bei den verschiedensten Aufgaben im System, der Steppe, dem Alpinum oder den anderen "Freiluft-Bereichen" des Botanischen Gartens. Dort standen dann vor allem Unkraut entfernen und andere Pflegearbeiten (Gehölzschnitt, Reinigung der Wege etc.) an sowie die Anzucht und Neupflanzung von einigen Einjährigen in den Beeten des Systems.

Amerikanische Steppe Teichanlage Alpinum

Einige Zeit half ich im Apothekergarten mit. Dieser ist ein noch relativ neuer Bereich des Geländes und liegt außerhalb der Garten-Mauern im angrenzenden Friedenspark. Ich war vor allem damit beschäftigt, zusammen mit dem für den Apothekergarten verantwortlichen Kollegen, die Beetflächen für die neue Saison vorzubereiten und mit vielen unterschiedlichen Heilkräutern zu bepflanzen. Da zu diesen größtenteils einjährige oder bei uns nicht überwinternde Pflanzen gehören, muss jedes Jahr das Sortiment neu gezogen und aufgepflanzt werden. Alle Gewächse sind beschildert, um den Besucher auf die Verwendung und Wirkung der Kräuter hinzuweisen. Während dieser Zeit im Apothekergarten habe ich auch begonnen, mich für Heilkräuter zu interessieren, was mir bei der Erarbeitung meiner Diplomarbeit geholfen hat.