Im Verlauf meines Studiums mussten mindestens drei Projekte im Hauptstudium bearbeitet werden. Ich habe mir dabei immer Themen ausgesucht, die auf eine Ausführungsplanung, speziell aber auf Bepflanzungsplanung ausgerichtet waren. Das darin schon immer mein größtes Interesse lag und bis heute auch liegt, kann man an meiner Diplomarbeit sehen. Nachfolgend habe ich einige Beispiele der Projektarbeiten eingestellt.

An dieser Projektarbeit nahmen drei Gruppen zu je zwei Studenten teil, von denen jeder einen eigenen Entwurf vorlegte. Sie behandelten ein Thema, an dem sich bereits Projektgruppen vor uns versucht hatten: Die Umgestaltung des Gärtnerei-Geländes auf dem Campus Strenzfeld. Ein schwieriges Unterfangen, denn das bisher streng eingezäunte Gelände sollte in den Campus integriert werden und für Wissbegierige sowie Erholungssuchende offen sein. Trotz der zentralen Lage kennt wohl kaum ein Student das Gebiet hinter dem Zaun. Unsere Aufgabe war es, daraus einen attraktiven und vor allem zugänglichen Ort zu schaffen. Desweiteren sollte es einen abgesicherten Bereich für die Sichtungspflanzungen geben.

Zur besseren Einbindung in das Campusgelände gehörte gleichzeitig eine Verbesserung der Wegeverbindung zum Biotechnikum. Gerade an der Ecke des LLG-Gebäudes herrscht eine für Fußgänger gefährliche Situation vor. In unserer Planung war ein Hauptfußweg vorgesehen, der eine komfortablere Verbindung schafft, gleichzeitig aber auch zu kleineren Umwegen zum Schauen und Lernen einlädt.

Den Hauptteil der Projektarbeit stellte die Planung von Muster-Reihenhausgärten innerhalb der Fundamente der zum Abriss vorgesehenen, alten Gewächshäuser dar. Jeder Garten ist knapp 24m lang und dabei recht schmal. Drei Entwürfe zu den Gärten stelle ich an dieser Stelle vor:

klinker-garten
japan-garten
mediterraner garten
Klinker-Garten, Entwurf Bettina Wallrath
Japan-Garten, eigener Entwurf
Mediterraner Garten, eigener Entwurf

Dieses Ausführungsprojekt basierte direkt auf der vorangegangenen Planung der "Mustergärten Strenzfeld". Nach Vorstellung der Ergebnisse der Mustergärten, wurde von der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau, deren Grundstück Teil der Gesamtplanung war, ein Entwurf als Grundlage für die weitere Planung ausgewählt.


Gesamtkonzept von Nicole Kaiser und Janine Krüger

Als Ergebnis unserer Planung konnten wir am Ende des Semesters folgende Daten als Grundlage für die in den nächsten Jahren geplante Umsetzung vorlegen (Alle Pläne wurden mit AutoCAD erstellt):

  1. Leistungsverzeichnis
  2. Fällungs– und Genehmigungsplan
  3. Absteckplan
  4. Detailschnitte
    - Kreisflächen 1 + 2
    - Mosaikpflasterweg, Splittstreudecke
    - Schotterrasen, Eingangsbereich, Betonbruchweg
    - Mehrzweckbeckenkombination
    - Treppe
    - Hangentwässerung
    - Regenwasserspeicher 6000 l
    - Regenwasserspeicher 7500 l
    - Pflanzplan
  5. Außerdem: Baumkartierung
    Genehmigungsantrag Baumentnahme

Das Projekt war eine Gruppenarbeit, bei der sieben Studenten verschiedener Semester zusammen gearbeitet haben. Das Ziel dieser Projektarbeit bestand darin, in einem seit einigen Jahren bestehenden Schwimmteich, mit angeschlossener Moorpflanzung, die Algenbildung zu minimieren.

Aus der Problemstellung heraus wurde ein Rieselfilter konzipiert. Das Wasser wird einen Hang hochgepumpt und tritt durch ein Rohr großflächig aus. Es muss einen Kiesschotterkörper, der aus verschiedenen Bermen besteht, passieren. Innerhalb des Kiesschotterkörpers siedeln sich Bakterien an, die anfallende Nährstoffe herausfiltern und so den Algen die Nahrungsgrundlage entziehen. Mit einbezogen wurde dafür eine angrenzende 2m hohe Böschung (bepflanzte Steinanlage), die das Grundstück nach hinten zum Parkplatz eines Autohauses hin abschließt.

Es wurden drei Entwürfe entwickelt, die an die Umgestaltung des Grundstücks in Aschersleben (Sachsen-Anhalt) - Bestandsfotos - in Bezug auf Kosten und Aufwand unterschiedlich herangehen. Mir oblag dabei die sogenannte "Minimalvariante", die Bestehendes aufwertet, sorgfältig in die Neuplanung integriert und damit sowohl Kosten als auch Aufwand minimiert.

[...] Ein Teil der Terrasse soll abgetragen und mit Holzbohlen belegt werden, die im über den, leicht zum Haus hin vergrößerten, Teich führenden Steg ausläuft. Es wurde versucht, die drei Hangbereiche, Wasserfall, Böschung und Sitzplatz, harmonisch miteinander zu verbinden. Die runden Formen kontrastieren gut mit der geometrischen Strenge der Terrasse, gleichzeitig erzeugen sie ein Gefühl von Natürlichkeit. Die in Gruppen über den Hang verteilten Steine verstärken diesen Eindruck noch.
Im Innern der Kapillarsperre erschließt sich allen Pflanzen eine gute Wasserversorgung. Der Bereich der Landzunge soll mit Moorvegetation bestückt werden, da dort die größte Feuchtigkeit herrscht. Die zum Haus gerichtete Seite des Steges verfügt nicht mehr über diesen Wasseranschluß. Sie wird daher als trockenes Kiesbeet ausgebildet werden.

Die komplette Projektarbeit liegt hier als Präsentation für den damaligen Klosterrundgang (bei dem alle Projektarbeiten eines Semesters vorgestellt werden) vor. Die Datei wurde mit Macromedia Direktor erstellt und kann nach dem Herunterladen auf jedem PC geöffnet werden.